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CILIP/ Bürgerrechte & Polizei

Obgleich eher unauffällig in der Gestaltung – diese Zeitschrift ist eine Institution! 

Vor mehr als 40 Jahren um den Berliner Politologen Wolf-Dieter Narr aus Protest gegen die damalige Sicherheitspolitik gegründet, liefert die CILIP seitdem kontinuierlich Informationen und Analysen rund um die Themen Polizei, Geheimdienste, Innere Sicherheit und BürgerInnenrechte.

 

Der etwas sperrige Name CILIP steht für Civil Liberties and Police, die englischsprachige Übersetzung von Bürgerrechte & Polizei. Der Name verweist auf die englischsprachige Ausgabe, die es mal gab – und das europaweite Interesse an kritischer Auseinandersetzung mit Polizeien und dem Verhältnis zu sozialen Bewegungen.

1991 entstand unter Narr an der Freien Universität Berlin aus CILIP das Institut für Bürgerrechte & öffentliche Sicherheit e. V., das bis heute, wenngleich mittlerweile um die Humboldt-Universität angesiedelt und unter anderen Vorzeichen, zahlreiche Veranstaltungen zu den Themenschwerpunkten organisiert.

Inhaltlich wird die CILIP von einem Redaktionskollektiv um den Journalisten Heiner Busch gestaltet. Jede Ausgabe widmet sich einem Schwerpunktthema, mit dem sich die CILIP-Redaktion und zahlreiche Gastautor_Innen kritisch auseinandersetzen. Darüber hinaus gibt es in- und ausländische Entwicklungen und Nachrichten. Am prominentesten ist vermutlich die jährliche Dokumentation polizeilicher Todesschüsse. Es ist sehr wahrscheinlich dem Druck der CILIP zu verdanken, dass die Polizei in Deutschland diese mittlerweile auch selbst veröffentlicht – wenngleich diese meist zu anderen Zahlen kommt.

Auf dem gleichnamigen Blog finden sich noch weitere nicht gedruckte Artikel, eine monatliche Chronologie, Audio-Mitschnitte von den Veranstaltungen sowie ein kostenfreies Online-Archiv sämtlicher älteren Ausgaben – das über eine Schlagwortsuche wunderbar funktioniert.

Die Zeitschrift eignet sich für interessierte Einmal-Leser*Innen, die sich für ein bestimmten Schwerpunkt interessieren. Das Spektrum ist dabei breit gestreut: von Sozialarbeit und Polizei, über Migrationskontrolle, Sicherheit und Stadt, Verfassungsschutz oder Cyberpolizei.

Wer sich allerdings für die Entwicklung der Inneren Sicherheit und ihrer Behörden und die daraus resultierenden gesellschaftlichen und bürgerrechtlichen Folgen interessiert, dem sei ein für 25€ durchaus erschwingliches Jahres-Abo ans Herz gelegt. Es lohnt sich.

Und noch eine Veranstaltungsempfehlung:

Am 7. und 8. Dezember veranstaltet die CILIP 2018 eine prominent besetzte Jubiläumskonferenz anläßlich ihres 40-jährigen Bestehens: „Innere Sicherheit und Soziale Bewegungen“. Wir empfehlen: Hingehen!

 

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