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In unserer losen Reihe „Reiseliteratur“ möchten wir Euch Bücher zu verschiedenen Reiseländern empfehlen. Nach Frankreich und Italien stellen wir hier vor: linke Bücher aus und über Griechenland.Es gibt politische und zeitgenössische Romane, Krimis mit linken Themen, Biographien oder historische Bücher über den griechischen Bürgerkrieg oder die deutsche Besatzung sowie Sachbücher über die Balkanroute, über Reparationsforderungen und...

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Bücher aus und über Italien Wir haben für Euch viele Tipps zusammengestellt: Geschichten aus dem Widerstand der italienischen Resistenza gegen den Faschismus, Bücher über die Mafia, über das Sich-Heraus-Kämpfen aus armen Verhältnissen, gesellschaftspolitische Romane und Erinnerungen. Auch hier war es uns wieder wichtig, Veröffentlichungen von kleinen unabhängigen Verlagen dabei zu haben. Über Empfehlungen und Feedback freuen w...

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Beginnen werden wir unsere Urlaubsempfehlungen mit Büchern aus und über Frankreich, die uns selber gut gefallen haben oder uns wärmstens empfohlen worden sind. Gesammelt haben wir politische Romane, Krimis mit linken Themen, Biographien oder Bücher z.B. über die Résistance gegen die deutsche Besatzung. Wir haben einige lesenswerte Titel bei kleinen unabhängigen Verlagen ausgewählt, aber natürlich gibt es auch ein paar Bestse...

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Links-Lesen.de Rezensionen

Protest und Menschlichkeit

Wolfgang Benz: Protest und Menschlichkeit Der Historiker und emeritierte Professor der TU Berlin hat ein feines und gut lesbares Buch über die Widerstandsgruppe „Onkel Emil“ aus Berlin-Steglitz gegen die NS-Diktatur geschrieben. Auf 220 Seiten beschreibt er zum einen die Strukturen der Gruppe wie auch die staatlich entfesselte Judenverfolgung von den ersten Amtshandlungen der Nazis bis zum wissenschaftlich ausgearbeiteten und industriell durchgeführten Völkermord in den Konzentrationslagern.

Das Mädchen mit der Leica

Mehr als eine Biografie: Helena Janeczek ist mit „Das Mädchen mit der Leica“ ein außergewöhnliches Porträt der Internationalistin und Fotografin Gerda Taro und – was noch beeindruckender ist – ein Porträt der damaligen Zeit gelungen. Sie versucht dieser bereits mit 27 Jahren im Spanischen Bürgerkrieg umgekommenen Frau nahe zu kommen, indem sie die Perspektiven von drei ihrer engsten Freund*innen einnimmt. Aus vielen Recherchen, Biographien, Archivmaterial und überlieferten Erinnerungen komponiert Janeczek ein literarisches Kunstwerk: in drei eigenständigen Teilen lässt die Autorin Taros Gefährt*innen sprechen, sich erinnern und dabei ihr Leben und das von Gerda Taro reflektieren.

Bittere Schokolade

  Tom Hillenbrands Krimis: Bereits seit 2011 lässt Tom Hillenbrand den Luxemburger Koch und Restaurantbesitzer Xavier Kieffer in seinen kulinarischen Krimis regionale Spezialitäten zubereiten und in internationalen Kriminalfällen ermitteln. Bisher sind sechs Bände erschienen und Hillenbrand hat eine feine Schreibe, die er auch in seinen Sci-Fi Romanen (u.a. dem äußerst lesenswerten „Drohnenland“) unter Beweis stellt.

Die andere Querfront

Gerhard Hanloser: Die andere Querfront – eine Rezension und eine zweite Meinung! Zu dieser Zeit war eigentlich bereits alles notwendige über die antideutschen ‘Betrüger*innen‘ gesagt und geschrieben worden. Politisch waren die Antideutschen bereits damals auf der medialen Überholspur nach rechts, begrüßten die vom Westen geführten Kriege in Afghanistan und im Irak, hetzten gegen linke und linksradikale Politik in diesem Land und bezogen sich nicht etwa auf emanzipatorische Bewegungen in Israel, sondern auf die dortigen rechten Regierungen.

Das Haus der unfassbar Schönen

Der Roman „Das Haus der unfassbar Schönen“ von Joseph Cassara entführt in die schillernde und glitzernde queere Ballroom-Szene im New York der 80er Jahre; eine ganz eigene Welt, in der hinter allem Glitzer und Glamour auch Armut, Gewalt, Brutalität, Ausgrenzung und Aids den Alltag bestimmen. Als Leser*in taucht mensch ein in die Lebensrealitäten von afroamerikanischen oder Latino Queers, die sich aus ihren zum Teil armen oder auch gewalttätigen Herkunftsfamilien herauslösen, ihre (nicht nur) sexuelle Identität entdecken, erleben, ausprobieren, daran verzweifeln, aber darin auch neue Freundschaften, Wahlverwandschaften, Liebe finden.

Die jungen Bestien

Davide Longos Bücher spielen im Piemont, die Sprache ist lakonisch, die Atmosphäre oft schweigsam und gebirgig. Es sind fatalistische ‚Krimi noir‘-Romane mit einem Hang, dem Leben ausgeliefert zu sein und semi-depressivem setting. Der italienische Autor legt jetzt seinen zweiten Band mit den beiden Protagonisten Bramard und Arcadipane vor. „Die jungen Bestien“ stehen im März 2020 auf Platz 3 der DLF-Kultur-Krimibestenliste und das nicht zu Unrecht.

Kaesebier erobert den Kurfuerstendamm

Gabriele Tergit, die erste Gerichtsreporterin, Journalistin und Absolventin der „Sozialen Frauenschule“ von Alice Salomon, schreibt zum Ende der Weimarer Republik ein freches, lustiges, unkonventionelles Buch über den Berliner Bausumpf, Medienrummel und die Wirkung von Reklame: „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“ (1931 bei Rowohlt erschienen, aktuell im btb-Verlag aufgelegt)

Das Netzwerk der Neuen Rechten

Die „ZEIT“-Autoren Christian Fuchs und Paul Middelhoff haben bei Rowohlt das Buch „Das Netzwerk der Neuen Rechten. Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern“ veröffentlicht und eine dazu gehörige Webseite https://www.neuerechte.org/ erstellt. Über das Netzwerk – wir würden sagen: die Netzwerke – der Neuen Rechten zu recherchieren tut not. Lesbare und gut verständliche Überblicks-Darstellungen sind zu begrüßen, besser mehr als weniger, denn jede Veröffentlichung hat unterschiedliche Perspektiven oder setzt andere Schwerpunkte.

Ihr habt keinen Plan

Im Büchlein „ Ihr habt keinen Plan. 10 Bedingungen für die Rettung unserer Zukunft“ vom Blessing-Verlag wird in sehr ausführlicher Weise dem immer wieder vorgebrachtem Ressentiment, der „Fridays for Future-Bewegung“ ginge es nur um das Protestieren und Schuleschwänzen, mit voller Wucht inhaltlich einiges entgegengesetzt. Herausgegeben wurde es vom Jugendrat der Generationen Stiftung.

Die unregierbare Gesellschaft

Der französische Philosoph Gregoire Chamayou hat mit „Die unregierbare Gesellschaft“ (Suhrkamp) ein starkes Buch vorgelegt, welches die neoliberale Ideologie und die brutalen Folgen dieses weltweit ökonomisch hegemonialen Regimes ausführlich beschreibt. Allen Aktivist*innen, die sich auch bspw. aus Gründen des Klimawandels mit Großkonzernen anlegen, sei dieses Buch ans Herz gelegt – know your enemy!

Telefonica

„Telefónica“ von Ilsa Barea-Kulcsar Der kleine feine Wiener Verlag „Edition Atelier“ hat in seiner Reihe „Literatur des 20. Jahrhunderts“ ein Buch herausgegeben, das bisher nur als Fortsetzungsroman in der österreichischen „Arbeiter-Zeitung“ von 1949 erschienen war: „Telefónica“ von Ilsa Barea-Kulcsar, ein Roman, der an wenigen Tagen während des Spanischen Bürgerkriegs in Madrid 1936/37 spielt. Und, um es gleich vorweg zu nehmen: es ist ein nicht nur beeindruckendes sondern auch ein sehr schönes Buch von und über eine Frau geworden, die den Kampf der Spanischen Republik gegen die Franco-Putschisten selber miterlebt hat. Im Vorwort „Statt einer Widmumg“ schreibt Ilsa Barea-Kulcsar 1939, dass sie an diejenigen lebenden oder die nun schon toten Menschen denkt, die „sich nicht fügen wollten und die sich nicht ergaben, weil sie es nicht für...

Frauen*rechte und Frauen*hass

Schön: das Autor*innenkollektiv FE.IN, was für ‚Feministische Intervention‘ steht, hat im Verbrecher-Verlag einen Sternchentitel herausgegeben: „Frauen*rechte und Frauen*hass. Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt“ (Verbrecher Verlag, 2019). Die Autor*innen verfolgen dabei einen doppelten Blickwinkel: es geht um frauen*feindliche antifeministische Politiken als auch um solche, die von rechts für ‚Frauenrechte‘ auftreten1. In einem dritten mitlaufenden Strang und als ein politisches Ziel des Buches wird für einen eigenen Queerfeminismus argumentiert, der „schlichtweg nicht offen [sein darf] für rechte Vereinnahmungen“.

Spontis

Die edition assemblage hat die verdienstvolle Mühe unternommen, das Buch von Sebastian Kasper „Spontis“ über „eine Geschichte antiautoritärer Linker im roten Jahrzehnt“ zu verdeutlichen. Es ist gut aufgebaut und strukturiert und nimmt die Leser*innen bei der Hand auf eine Zeitreise durch die Jahre 1967-82. Auch ohne große Vorkenntnisse ist das Buch lesenswert, die Diskurse, Kampagnen und Verfasstheiten der undogmatischen westdeutschen Linken werden nachvollziehbar erklärt.

Über Meereshöhe

Francesca Melandri, Drehbuchautorin und Schriftstellerin aus Italien hatte uns bereits mit „Alle außer mir“ verführt, verführt mitten in italienische, europäische und Kolonial-Geschichte – wir waren begeistert. Der schmale Band „Über Meereshöhe“ ist eine leisere Geschichte. Sie erzählt darin vom Leben zweier sehr unterschiedlicher Menschen, deren Gemeinsamkeit zunächst nur der Angehörigen-Status ist; beide sind Angehörige von Gefangenen zur Zeit der sogenannten bleiernen Jahre in Italien.

Lost in Fuseta

Drei Bände liegen mittlerweile von der neuen Krimireihe „Lost in Fuseta“ von Gil Ribeiro beim Kiwi-Verlag vor, und sie sind umwerfend gut. Voll mit empathischen Beschreibungen der Protagonist*innen, spannenden Storys mit linken Inhalten, aber auch mit Erzählungen über gutes Essen und prickelnden Vinho Verde. Die Krimis spielen nämlich im portugiesischem Fuseta, welches im ruhigen Teil der Algarve liegt, wo der Rio Formosa mit seinen vorgelagerten Inseln dafür sorgt, dass die Tourist*innen noch rar gesät sind, weil am Festland kein Strandfeeling aufkommt.

Triggerwarnung

Mit „Trigger-Warnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen“ – hat unser Nachbar im Mehringhof, der Verbrecher-Verlag einen ersten Band der ‚Edition Bildungsstätte Anne Frank‘ vorgelegt, dessen Titel und Anspruch in eine wichtige Lücke stößt: das Buchprojekt will von links auf die Schattenseiten und Problematiken von Identitätspolitiken eingehen. Das ist grundsympathisch und sinnvoll in einer Zeit, in der viele aus Angst vor Beifall von der falschen Seite, also von rechts, lieber die Klappe halten, wenn linke Ansätze in Sackgassen geraten und Kritik angebracht wäre.

Hinterwald

Linke haben in Krimis häufig ein Repräsentationsproblem, da die handelnden Personen ja doch meist PolizistInnen oder andere der Polizei zuarbeitende Knilche sind. Umso erfrischender ist es, einen Krimi mit linken AkteurInnen zu lesen. „Hinterwald“ von Lissbeth Lutter (eine Hommage an das kollektive Pseudonym Luther Blisset) verlegt seine Handlung nach Mittenwald, mittenrein in die linken Proteste gegen das Gebirgsjägergedenken auf dem Hohen Brendten, bei dem alljährlich hohe Politiker und aktuelle Bundeswehrfunktionäre Seite an Seite mit NS-Kriegsverbrechern der Gebirgsjäger eine Gedenkfeier abhielten.

Tiefrot und radikal bunt

"Tiefrot und radikal bunt. Für eine neue linke Erzählung" - das ist erst einmal ein Titel mit Anspruch. Angesichts globaler und lokaler politischer Entwicklungen wie das Erstarken der Rechten inkl. schärferer Angriffe auf linke Errungenschaften, Menschenrechte und soziale Sicherungssysteme, angesichts Klimakrise und Naturzerstörung steht außer Frage, dass es auf der Linken Handlungsbedarf gibt und theoretische Konzepte nötig sind. Viele Linke schrecken vielleicht auch aus Bequemlichkeit vor dem gern so genannten 'großen Wurf' einer neuen linken Erzählung zurück. Um einiges leichter ist es sicherlich auch, derlei Versuche anderer skeptisch-kritisch auf ihre Fehlstellen hin zu überprüfen. Insofern zeugt es ein Stück weit von Mut, Selbstbewusstsein und vielleicht einer Art Verantwortung auf Seiten der Autorin, der bisher als Journalistin...

Nichts bleibt

Als ich davon hörte, dass Yok seine Biografie bzw. ‚Autonomografie‘ „Nichts bleibt“ schreibt, war mein erster Gedanke, wer soll das lesen? Und warum schreibt er die? Autonome, die an die Öffentlichkeit gehen, sind schon mal selten und dann noch auch mit privaten Gedanken, Geschehnissen und Geheimnissen? Aber das Buch aus dem Mainzer Indepent-Verlag Ventil lohnt sich, ich bin sehr positiv überrascht.

Die Gesellschaft des Zorns

Die neueste Veröffentlichung „Die Gesellschaft des Zorns“ (transcript-Verlag) der momentan medial relativ präsenten Soziologin Cornelia Koppetsch mit Professur an der TU-Darmstadt versucht bereits im Untertitel das Sujet passend auf vier Worte zu komprimieren: Rechtspopulismus im globalen Zeitalter.

Links-Lesen.de FaQ

FAQ – Häufige Fragen …und Antworten!

Hier haben wir versucht, die häufigsten Schwierigkeiten bei Anmeldung und Registrierung zu beschreiben und Lösungsvorschläge anzubieten – ärgerlich nach wie vor der Zwang sich beim der Anmeldung in die Kategorie Herr / Frau einzuordnen. Weiterhin gibt es Hilfe zum Suchen & Finden von Büchern, Probleme beim Postversand und bei der Bezahlung.

Protest und Menschlichkeit

Wolfgang Benz: Protest und Menschlichkeit Der Historiker und emeritierte Professor der TU Berlin hat ein feines und gut lesbares Buch über die Widerstandsgruppe „Onkel Emil“ aus Berlin-Steglitz gegen die NS-Diktatur geschrieben. Auf 220 Seiten beschreibt er zum einen die Strukturen der Gruppe wie auch die staatlich entfesselte Judenverfolgung von den ersten Amtshandlungen der Nazis bis zum wissenschaftlich ausgearbeiteten und industr...

Das Mädchen mit der Leica

Mehr als eine Biografie: Helena Janeczek ist mit „Das Mädchen mit der Leica“ ein außergewöhnliches Porträt der Internationalistin und Fotografin Gerda Taro und – was noch beeindruckender ist – ein Porträt der damaligen Zeit gelungen. Sie versucht dieser bereits mit 27 Jahren im Spanischen Bürgerkrieg umgekommenen Frau nahe zu kommen, indem sie die Perspektiven von drei ihrer engsten Freund*innen einnimmt. Aus vielen Reche...

Bittere Schokolade

  Tom Hillenbrands Krimis: Bereits seit 2011 lässt Tom Hillenbrand den Luxemburger Koch und Restaurantbesitzer Xavier Kieffer in seinen kulinarischen Krimis regionale Spezialitäten zubereiten und in internationalen Kriminalfällen ermitteln. Bisher sind sechs Bände erschienen und Hillenbrand hat eine feine Schreibe, die er auch in seinen Sci-Fi Romanen (u.a. dem äußerst lesenswerten „Drohnenland“) unter Beweis stellt.

Die andere Querfront

Gerhard Hanloser: Die andere Querfront – eine Rezension und eine zweite Meinung! Zu dieser Zeit war eigentlich bereits alles notwendige über die antideutschen ‘Betrüger*innen‘ gesagt und geschrieben worden. Politisch waren die Antideutschen bereits damals auf der medialen Überholspur nach rechts, begrüßten die vom Westen geführten Kriege in Afghanistan und im Irak, hetzten gegen linke und linksradikale Politik in diesem Land un...

Das Haus der unfassbar Schönen

Der Roman „Das Haus der unfassbar Schönen“ von Joseph Cassara entführt in die schillernde und glitzernde queere Ballroom-Szene im New York der 80er Jahre; eine ganz eigene Welt, in der hinter allem Glitzer und Glamour auch Armut, Gewalt, Brutalität, Ausgrenzung und Aids den Alltag bestimmen. Als Leser*in taucht mensch ein in die Lebensrealitäten von afroamerikanischen oder Latino Queers, die sich aus ihren zum Teil armen oder auch ge...