Kapitalismuskritik

9783896916273

Altvater, Elmar

Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen

Eine radikale Kapitalismuskritik

Anders als der reale Sozialismus bricht der Kapitalismus nicht zusammen es sei denn durch "äußere Anstöße von extremer Heftigkeit" und eine "glaubwürdige Alternative im Innern". Dieser Einschätzung des französischen Historikers Fernand Braudel folgt Elmar Altvater in seinem neuesten Buch. Die Dynamik der modernen Gesellschaften verdankt sich der "Dreifaltigkeit" von europäischer Rationalität der Weltbeherrschung, kapitalistischen sozialen Formen und fossilen Energien. Dies ist die Grundlage der "geoökonomischen" Globalisierung und des "geopolitischen" neuen Imperialismus, einer Allianz von marktgläubigem Neoliberalismus und auf militärische Macht setzendem Neokonservativismus. Doch ist der Kapitalismus nicht stabil und krisenfrei. Die Finanzkrisen der vergangenen Jahrzehnte sind für wachsende Ungleichheit, ja für Armut und Elend in der Welt verantwortlich. Dass die Begrenztheit von fossiler und nuklearer Energie ein äußerer Anstoß von besonderer Heftigkeit ist, haben die Hurrikane Katrina und Rita zu Bewusstsein gebracht: Eine kapitalistische Gesellschaft ohne Öl versinkt im Chaos. Im Innern der Gesellschaft reifen aber "glaubwürdige Alternativen" heran: Die Ansätze einer "solidarischen Ökonomie" und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft. Der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, gerät an ein Ende. (mehr)

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9783894384296

Fülberth, Georg

Kapitalismus

"Basiswissen" bringt in handlicher Form leicht verständliche kritische Einführungen in Grundbegriffe aus Politik, Geschichte, Gesellschaft und Ökonomie. Den ersten Leitfaden aus dieser neu etablierten Reihe legt Georg Fülberth zum Stichwort "Kapitalismus" vor. Im theoretischen Teil werden dessen Charakteristika herausgearbeitet. Zentral stehen dabei Akkumulation und Überakkumulation. Sie bestimmen auch den Rhythmus der Geschichte dieser Produktions und Reproduktionsweise. Ihr gilt der zweite Teil des Buchs, der vom Handelskapitalismus des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit bis zum Neoliberalismus von heute reicht. In seiner aktuellen Phase wird der Kapitalismus als "Problematische Überschussgesellschaft" definiert. Dieser Begriff dient zur Erklärung der Krise von 2007 ff., die sich als die Konsequenz der merkwürdigerweise lange verdrängten, womöglich wichtigeren Vorgängerkrise von 1974/75 und des darauf folgenden Spekulations und erneuten ÜberakkumulationsZyklus erweist. (mehr)

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9783894383152

Fülberth, Georg

G Strich

Kleine Geschichte des Kapitalismus

Was ist das, wovon alle reden: Kapitalismus? Die Antwort des Verfassers wird mit den Definitionen früherer Autoren verglichen, wobei Karl Marx relativ gut abschneidet. Danach werden Entstehung und Geschichte der kapitalistischen Gesellschaft vom Handelskapitalismus bis zum Neoliberalismus dargestellt. In jedem dieser historischen Kapitel wird untersucht, wie sich die stofflichen Grundlagen des Kapitalismus verändern und wie er sich auswirkt auf: die Sicherung des Lebensunterhalts der Menschen; die Beziehung der Geschlechter zueinander und das Generationenverhältnis; das räumliche Arrangement. Zuletzt stellt sich der Kapitalismus wie ein Kristall dar, in den die gesamte Gesellschaft (einschließlich des von ihm unterworfenen Teils der Natur) eingeschmolzen ist und zu dem es kein Außen mehr zu geben scheint. Das Schlußkapitel fragt nach dem etwaigen Ende dieser Produktions und Lebensweise und ist vorsichtiger formuliert als die vorangehenden Teile.Georg Fülberth geht der Frage nach, was das überhaupt ist, wovon alle reden: Kapitalismus. Nach ihrer Klärung folgt eine Darstellung von Entstehung und Entwicklung dieser Gesellschaftsordnung vom Handelskapitalismus bis zum Neoliberalismus der Gegenwart. Sie schließt die Gegegenbewegungen ein und mündet in eine neue Frage, nämlich die nach der Dauer und dem möglichen Ende der kapitalistischen Produktions und Lebensweise. (mehr)

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9783858694294

Gorz, Andre

Kritik der ökonomischen Vernunft

Sinnfragen am Ende der Arbeitsgesellschaft

Für gewöhnlich liefern zwanzig Jahre alte Sachbücher keine brauchbare Gegenwartsanalyse und sind allenfalls von historischem Interesse. Nicht so die "Kritik der ökonomischen Vernunft" von André Gorz, das der Schweizer Rotpunktverlag gerade neu aufgelegt hat. Der französische Sozialphilosoph hat das Werk noch vor dem Fall der Berliner Mauer geschrieben und doch hat man an vielen Stellen den Eindruck, einen aktuellen Text über die Ursachen der Finanz und Wirtschaftskrise zu lesen. (mehr)

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9783896575937

Heinrich, Michael

Kritik der politischen Ökonomie

Eine Einführung

Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen "Das Kapital" aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der "Kritik der politischen Ökonomie", geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer "Gesellschaft jenseits der Warenform". (mehr)

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9783596174072

Klein, Naomi

Die Schock-Strategie

Der Aufstieg des KatastrophenKapitalismus

Erst Schock durch Krieg oder Katastrophe, dann der so genannte Wiederaufbau. Es funktioniert immer nach den gleichen Mechanismen. Wo vor dem Tsunami Fischer ihren Lebensunterhalt verdienten, stehen heute luxuriöse Hotelresorts, im Irak wurden nach dem Krieg die Staatsbetriebe und die Ölwirtschaft neu verteilt an westliche Konzerne. Existenzen werden vernichtet, es herrscht Wildwestkapitalismus der reinsten Sorte. Naomi Klein, Autorin des Welt-Bestsellers "No Logo", weist in ihrem beeindruckenden Buch nach, wie der Siegeszug der neoliberalen Ideologie in den letzten dreißig Jahren auf extremer Gewalt, auf Katastrophen und sogar auf Folter beruht, um die ungezügelte Marktwirtschaft rund um die Welt von Lateinamerika über Osteuropa und Russland bis nach Südafrika und in den Irak durchzusetzen. (mehr)

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9783821873169

Kurz, Robert

Schwarzbuch Kapitalismus

Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft

Zornig und kompromisslos das richtige Buch zur richtigen Zeit. "Es kann nur noch ein Abenteuer geben: die Überwindung der Marktwirtschaft jenseits der alten staatssozialistischen Ideen. Danach mag eine andere Geschichte beginnen." Der Lebensstandard breiter Bevölkerungsschichten sinkt, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, und der Ausweg in die Dienstleistungsgesellschaft erweist sich als Illusion mit Arbeitslöhnen knapp oberhalb oder unterhalb des Existenzminimums. Die Marktwirtschaft steckt in der Globalisierungsfalle und die weltweite Finanzkrise vernichtet in jeder Minute mehr Kapital als sich selbst gut bezahlte Investmentbanker in den kühnsten Träumen vorstellen können. In einer Analyse der drei großen industriellen Revolutionen zeigt Robert Kurz, weshalb die Wachstumsdynamik der letzten 200 Jahre zwangsläufig erlischt und warum das bisherige System von Arbeit, Geldeinkommen und Warenkonsum nicht mehr zu retten ist. (mehr)

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